Jusos Zollernalb fordern echte Gleichberechtigung ein

Veröffentlicht am 09.03.2016 in Pressemitteilungen

Die Jusos Zollernalb möchten anlässlich des internationalen Weltfrauentags am 8. März darauf aufmerksam machen, dass auch heute noch keine gesellschaftliche und berufliche Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.

Auch wenn die 1911 ursprüngliche erhobene Forderung nach einem Frauenwahlrecht längst Realität ist, hat der internationale Weltfrauentag daher nicht an Aktualität verloren. Dazu Sanel Dacic, Kreisvorsitzender der Jusos: „Gerade in Baden-Württemberg driften die Einkommen von Frauen und Männern noch sehr stark auseinander. Laut dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung beträgt der unbereinigte geschlechterspezifische Lohnunterschied in Baden-Württemberg 27 Prozent. Anschaulich gesprochen bedeutet das, dass eine Frau fast 55 Stunden pro Woche arbeiten müsste, um dasselbe Gehalt auf dem Konto zu haben, wie ein Mann bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. Solch massive Unterschiede gehören nicht mehr in unsere heutige Zeit, daran gilt es etwas zu ändern!“

Doch nicht bezüglich der Lohnunterschiede bestehen Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit. „Zuletzt haben die Übergriffe in der Silvesternacht die mediale Aufmerksamkeit auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt. Es ist wichtig, dass diese Problematik endlich ernst genommen wird. Täglich werden Frauen mit sexistischen Sprüchen und Übergriffen konfrontiert, während häusliche Gewalt und Vergewaltigungen viel zu oft im Dunkeln bleiben. Sich dagegen zu stellen ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Klar ist aber, dass Gewalt gegen Frauen in allen Bevölkerungsgruppen existiert, sie ist auch in der deutschen Gesellschaft immer noch präsent. Wir dürfen es daher nicht zulassen, dass rechte Parteien die Vorfälle in Köln und anderen Städten für ihre Hetze instrumentalisieren“, so der SPD Zweitkandidat und Juso Hendrik Dahlhoff

Dazu Urs Unkauf, stellvertretender Juso-Kreisvorsitzender aus Hechingen: „Seien es Lohnunterschiede oder sexualisierte Gewalt: Es gibt noch unzählige Missstände, die es anzupacken und auszuräumen gilt. Dazu muss jeder Bürger einen Beitrag leisten, in besonderem Maße ist aber auch die Politik gefordert. Die SPD hat in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg bereits viele wichtige Dinge umgesetzt. Ein Beispiel ist die Novellierung des Chancengleichheitsgesetzes durch SPD-Sozialministerin Katrin Altpeter. Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft fortführen.“

Bei der zuletzt durch den Landesfrauenrat veröffentlichten Gegenüberstellung der Wahlprogramme zu frauen- und gleichstellungspolitischen Themen hob sich die SPD ab. Als einzige Partei schnitt diese in allen Kategorien des Vergleichs durchweg positiv ab. „Unser Parteiprogramm spricht bereits eine deutliche Sprache. Wir sind die Partei, die Ideen und Konzepte hat, um für eine echte Gleichstellung in unserer Gesellschaft zu sorgen! Deshalb ist es wichtig, dass die SPD bei den kommenden Landtagswahlen stark abschneidet, damit wir uns auch in der kommenden Legislaturperiode für ein gerechteres Baden-Württemberg einsetzen können“, ergänzt Unkauf abschließend.

 

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