SPD im Wahlkreis 63 Balingen nominiert Annegret Lang und Andreas Budisky

Veröffentlicht am 18.10.2020 in Allgemein

SPD-Landtagskandidatin Annegret Lang (Bild: Schorschi Zimmermann)

Die Landtagswahl am 14. März 2021 wirft ihre Schatten voraus: Die SPD im Wahlkreis 63 Balingen wählen im Rahmen ihrer Nominierungskonferenz in der Bisinger Hohenzollernhalle Annegret Lang zur Landtagskandidatin und Andreas Budisky zum Zweitkandidaten.

Jeweils 100 Prozent Zustimmung erhielten die 64jährige Balingerin und der 38jährige Albstädter, womit sich beide im anstehenden Wahlkampf der uneingeschränkten Unterstützung ihrer Genossinnen und Genossen sicher sein können. Trotz Abstandsregeln und Hygienevorschriften waren zahlreiche SPD-Mitglieder zur Nominierungskonferenz nach Bisingen gekommen.

Der Reutlinger Landtagsabgeordnete Ramazan Selcuk (SPD) sprach den Genossinnen und Genossen im Zollernalbkreis und ganz besonders Annegret Lang und Andreas Budisky in seinem Grußwort Mut und Kraft für den anstehenden Wahlkampf zu.

Annegret Lang, gelernte Krankenschwester, leitete nach ihrem Studium im Bereich Pflegemanagement den Pflegedienst des Balinger Krankenhaus. Nach ihrer Elternzeit arbeitete sie für die KBF, war dort von 2006 bis 2019 im Betriebsrat tätig, unter anderem als langjährige Vorsitzende. Seit Dezember 2019 ist sie im Ruhestand. Die Mutter von vier leiblichen Kindern und eines Stiefsohns sowie vierfache Großmutter gehört seit 2019 dem Balinger Gemeinderat an. „Ich bin mir durchaus über unsere Ausgangsposition und unsere Chancen auf ein Mandat bewusst. Das hat meine Entscheidung zur Kandidatur aber in keiner Weise beeinflusst. Mir geht es um sozial demokratische Politik, nicht mehr und vor allem nicht weniger. Dafür setze ich mich ein“, sagte Lang.

„Das Wichtigste jetzt!“

Corona habe den Alltag der Familien auf den Kopf gestellt, stellte Lang in ihrer Rede fest. Die Schulen seien weder mit der richtigen Hardware noch mit der richtigen Software ausgestattet, um digitalen Unterricht zu gewährleisten. Im Kultusministerium herrsche Chaos, es sei kaum vorstellbar, was Eltern und Lehrer in der Krise leisten müssen, es fehle an Lehrkräften und „auch die zweiwöchigen Lernbrücken konnten die Lernrückstände nicht ausgleichen. Bildungsgerechtigkeit sieh anders aus“, so Lang. Dies seien wichtige Punkte, die die SPD angehen müsse.

Ebenfalls auf der Agenda der Kandidatin steht die gebührenfreie Kinderbetreuung. Die KiTa-Gebühren seien sozial ungerecht und bildungspolitisch falsch. „Die Bürgerinnen und Bürger können zwar laut Gericht nicht über Finanzen entscheiden, aber sie können sehr wohl entscheiden, welche Partei die Anliegen der Familien auf der Agenda hat und entsprechend ihre Wahl treffen.“

Die Existenzängste vieler Arbeiterinnen und Arbeiter griff die SPD-Kandidatin ebenfalls auf. Corona greife die Arbeitsplätze der Menschen an. „Wir müssen Beschäftigung sichern und die Betriebsräte stärken. Ich will, dass die Tarifbindung gestärkt und das Tariftreuegesetz ausgebaut wird.“

Auch regionale Themen sind ihr wichtig, etwa der Ausbau der B27 bei Ofterdingen und das Vorantreiben der Regionalstadtbahn.

Zudem müssten bessere Rahmenbedingungen für das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in der Region geschaffen werden. „Die Pandemie hat doch gezeigt wie wichtig diese Berufe für unsere Gesellschaft sind“, so Lang. „Wir sind im Zollernalbkreis in der glücklichen Lage ein eigenes Kreisklinikum in kommunaler Trägerschaft zu haben, an dem modernste Medizin in Zusammenarbeit mit der Uni TÜ für die Patienten eingesetzt wird.“ Dafür könne man nicht nur in Zeiten von Corona sehr dankbar sein. Und viele am Balinger Krankenhaus ausgebildete Pflegefachkräfte würden nach ihrem Abschluss bleiben. „Das ist ein gutes Signal. Trotzdem fehlen uns Pflegekräfte. Durch hohe Belastung im Beruf und fehlende Betreuungsangebote für die Kinder, üben viele Pflegerinnen und Pfleger ihren Beruf im Durchschnitt nur fünf Jahre aus.“ In der Altenpflege und der ambulanten Pflege komme hinzu, das nur etwa 40 Prozent der Pflegeeinrichtungen nach Tarif bezahlen. Das sei ungerecht, sagte Lang. „Ich werde mich für einen Branchentarifvertrag einsetzen. Damit gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird.“

„Aber nicht nur Gerechtigkeit ist ein sozialdemokratisches Thema. Auch Klimaschutz ist rot!“ Nachhaltigkeit sei eine soziale Frage, eine Frage der Verteilung von Ressourcen in diesem Land und in der Welt. Und es ziehe sich durch alle Bereiche unseres Lebens.

Es gäbe noch viele wichtige Themen, die durch die Pandemie nicht in den Hintergrund treten dürften. Unter anderem sprach Lang über eine durchdachte Zuwanderungspolitik und ein transparentes Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.

Zum Abschluss ihrer Rede bat Annegret Lang um die Unterstützung der Genossinen und Genossen: „Was ich dazu beitragen kann, dass dieser Wahlkampf ein Erfolg für die SPD in unserem Wahlkreis wird, will ich tun, wenn Ihr das wollt, ihr mir euer Vertrauen schenkt.“

Als Zweitkandidaten wählten die Genossinnen und Genossen einstimmig den gebürtige Augsburger Andreas Budisky. Er lebt seit 2016 in Albstadt. Der Diplomsoziologe und Politologe arbeitet als Bereichsleiter für die Caritas im Bereich Arbeit und Integration. Sein Einsatz für soziale Teilhabe und eine klare Position gegen rechte Strömungen brachten ihn zur SPD. Am Abend seiner Nominierung als Zweitkandidat von Annegret Lang wurde ihm sein rotes Parteibuch überreicht.

 

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