„Die Narren regieren nicht ewig“

Veröffentlicht am 23.02.2023 in Aktuelles

Andreas Stoch, SPD-Landesvorsitzender, sprach beim Politischen Aschermittwo

Es war ein „Politischer Aschermittwoch“ nach Maß: Zahlreiche Besucher haben an der Traditionsveranstaltung des SPD-Ortsvereins Bisingen und des SPD-Kreisverbands Zollernalb teilgenommen.

Andreas Stoch beim „Politischen Aschermittwoch“ in Bisingen

Nachdem fast drei Jahren pandemiebedingt große Veranstaltungen auf ein Minimum reduziert worden waren, waren die Genossinnen und Genossen, aber auch Freunde der SPD, heiß auf einen verbalen politischen Schlagabtausch. Der Abend war unterhaltsam, es herrschte eine entspannte Atmosphäre bei Butterbrezeln und Schmalzbrot. Mit dabei waren die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Martin Rosemann und Robin Mesarosch.

Nach der Begrüßung durch die Ortsvereins-Vorsitzende Gisela Birr und einem Grußwort von Bürgermeister Waizenegger legte Martin Rosemann in seiner Einführung gleich los. Was wäre, wenn Olaf Scholz nicht Kanzler wäre, fragte er. Nach dem Willen der Opposition, so Rosemann, hätte Deutschland schon im Frühsommer die Gaslieferungen aus Russland gekappt. Nur der Umsicht eines Olaf Scholz sei es zu verdanken, dass die Bevölkerung nicht in kalten Wohnungen sitzen müsse.

Auch der Gast- und Hauptredner Andreas Stoch, Landesvorsitzender und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, war in seinem Element. Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation, Klimaschutz: Es habe noch keine Bundesregierung gegeben, die solche Krisen zu Beginn ihrer Amtszeit habe meistern müssen und einen derartigen Berg vor der Brust gehabt habe. Er wolle sich lieber nicht vorstellen, wie es heute in Deutschland aussehen würde, wenn die SPD nicht die Regierung stellen würde. Stoch nahm nach eigener Aussage die Opposition in den Blick, die immer alles besser wisse, aber nichts mache. Oder wie ein Kollege der SPD sagte: „Wenn die Ampel nicht funktioniert, dann gilt: rechts vor links.“ Das wolle er sich lieber nicht ausmalen, vor allem für die Außenpolitik. Er zeigte sich mit dem Krisenmanagement der Regierung zufrieden. „Ich bin froh, dass wir die Ampel in Berlin haben, weil es in diesen Zeiten nötig ist zu handeln.“ Er verstehe nicht, weshalb diese Regierung so im Dauerfeuer öffentlicher Kritik stehe, wenn sie so besonnen und entschlossen, aber auch erfolgreich regiere. Auch mit Kritik an der Landeregierung, die nicht liefere, nur labere, sparte Andreas Stoch nicht. Es gab viel Heiterkeit an seinen Beschreibungen: „Da leben wir nun im verflixten siebten Jahr einer ganz verkorkten politischen Ehe. Und damit meine ich nicht nur Winfried Kretschmann und sein konservatives Kuscheltier Thomas Strobl, sondern ich meine das Experiment Grün-Schwarz insgesamt.“ Die CDU habe schon damals gewusst, dass aus den vielen grünen Zielen ganz wenig würden. Oder wie es bei der CDU hinter vorgehaltener Hand heiße: „Kretschmann ist wie ein Topf Spinat, er ist grün und blubbert, ist aber eigentlich ganz harmlos.“ Thomas Strobl klebe sich nicht aus Protest an die Straße, sondern wie ein Kuscheltier an den grünen Ministerpräsidenten. Und wenn Punkte angemahnt würden wie Wohnungsmangel, Lehrermangel oder fehlende frühkindliche Bildung, dann erkläre Kretschmann stets, dass die Landesregierung nichts ändern könne. Entweder sei es eine Sache der Kommunen oder des Bundes, und manchmal sei auch die EU schuld. Und wenn das auch nicht zutreffe, dann habe man kein Geld. Aber das, so Andreas Stoch, stimme einfach nicht. Schließlich habe das Land auch von den höheren Steuereinnahmen profitiert. Aber es seien die einen, die nicht wollten wie die CDU, und die anderen, die nicht könnten wie die Grünen, die Weltmeister im Wünschen seien. „Wir haben eine Regierung im Land, die gar nicht regieren will“, so Andreas Stoch. Das Land habe eine Regierung verdient, die das Geld auch investiere und nicht nur horte: „Doch das Ende der Fasnet gibt auch in unserem Land Grund zur Hoffnung, denn wie überall gilt: Die Narren regieren nicht ewig.“

Jusos beim Politischen Aschermittwoch in Bisingen 2023

Das Schlusswort sprach Robin Mesarosch. Er wisse, dass am Aschermittwoch verbal geklopft werden dürfe. Aber treten sollte man nicht nach unten, sondern nach oben, sagte er mit Blick auf die Äußerungen des bayrischen Ministerpräsidenten in Richtung der Klimaschützer.

Zum Schluss bedankte sich die Kreisvorsitzende Katja Weiger-Schick bei Andreas Stoch mit einem Präsent aus der Region und die OV-Vorsitzende Gisela Birr beim Bläserquintett der Musikkappelle Thanheim, bei den Besuchern und natürlich beim Hausmeister.

 

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