Jetzt erst recht: Jusos und SPD auch nach Wahlschlappe aktiv

Veröffentlicht am 27.09.2017 in Pressemitteilungen

Der eigene Anspruch wird klar definiert: Nicht nur zu Wahlkampfzeiten möchten SPD und Jusos im Kreisverband Zollernalb öffentlich Präsenz zeigen und für die Bürger vor Ort sichtbar sein. Wenige Tage nach der Bundestagswahl werden die Sozialdemokraten im Zollernalbkreis mit Infoständen in Albstadt und Balingen am Samstag in den Fußgängerzonen das Gespräch mit der Bevölkerung suchen. „Ungewöhnlich“ mag man denken, werden doch solche Aktionen meist ausschließlich zu Wahlkampfzeiten organisiert.

„Ganz im Gegenteil:“, so der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, „wir sind da und bleiben es auch nach der Wahl“. Bereits am Abend der Bundestagswahl bekräftige der SPD-Politiker ein Anliegen, welches er schon nach der verlorenen Landtagswahl im Frühjahr 2016 wie folgt formulierte: „Künftig wird es nicht weniger, sondern deutlich mehr SPD vor Ort geben“. Dieses Versprechen wird weiterhin eingelöst – schon eine Woche nach der Bundestagswahl.

Noch sind die Wahlplakate nicht abgehängt, da machen sich die Sozialdemokraten im Zollernalbkreis wieder an die Arbeit. Gründe dafür gebe es viele, findet Maute: „Zunächst gilt es, in Gesprächen darzustellen, warum die SPD den Weg in die Opposition gehen möchte“. Hier gebe es vereinzelt Erklärungsbedarf: „Wer der SPD vorwirft, sie zeige keine Verantwortung für unser Land, der hat sich nicht ausreichend mit der Geschichte meiner Partei beschäftigt“, befindet Maute. Vieles möge man der SPD vorwerfen, nicht aber, dass sie nicht seit über 150 Jahre für die Demokratie in Deutschland einstehe und dabei stets eigene Interessen in den Hintergrund stelle: „Die Wähler haben uns am 24. September einen klaren Auftrag erteilt, den wir gerne annehmen wollen“. Warum sich gerade FDP und Grüne so empört darüber zeigten, versteht der SPD-Politiker nicht: „Beide Parteien wollten doch regieren, nun sollen sie zeigen, dass sie es besser können“. Die Rolle der SPD als stärkste Oppositionspartei im Deutschen Bundestag sei eine ehrenvolle Aufgabe, „die unsere Genossen in Berlin mit großer Verantwortung für unser Land ausüben werden“, davon ist der SPD-Politiker überzeugt. Undenkbar für ihn, diese wichtige Aufgabe der AfD zu überlassen. Überhaupt wolle man in den kommenden Jahren im Zollernalbkreis versuchen, sich weniger mit dieser Partei zu beschäftigen, aber verstärkt mit ihren Wählern ins Gespräch zu kommen und sich selbst als „Alternative der Alternative“ anzubieten: „Keiner sollte es nötig haben, aus Protest AfD zu wählen“, so die Überzeugung des SPD-Kreisvorsitzenden. Diese Menschen gelte es für die Demokratie zurückzugewinnen, „und damit wollen wir ab sofort vor Ort beginnen“. Es sei aber Aufgabe aller demokratischen Parteien, diesen Weg zu gehen, weshalb sich Maute sehr darüber freuen würde, wenn andere Parteien im Zollernalbkreis dem Beispiel der SPD folgten und ihre politischen Aktivitäten nicht nur auf Wahlzeiten konzentrieren würden: „Politik muss stets sichtbar und greifbar sein“; dies hätten die etablierten Parteien ein stückweit vergessen.

Aus Sicht von Lara Herter, der Juso-Kreisvorsitzenden, sei es ebenfalls dringend geboten, sich den Bürgern zu stellen. „Ich denke dabei vor allem auch an junge Menschen, die erstmals mit Politik in Berührung kommen“. Die Stadträtin aus Albstadt möchte nicht, dass sich Jugendliche in die Fänge rechtspopulistischer Parteien begeben, weshalb sie gemeinsam mit der SPD gerade für diese Personengruppe eine Plattform der Information und Kommunikation anbieten möchte. Das können regelmäßige Infostände sein, junge Formate wie beispielweise die von den Jusos Zollernalb erprobte Aktion „Cocktails&Politics“ oder auch eine eigens eingerichtete App für interessierte Jugendliche. Dabei müsse es um mehr gehen, als nur für eigene politische Inhalte zu werben, so Herter. Gemeinsame Veranstaltungen etablierter Parteien, parteiübergreifende Stammtische oder auch Infostände, an denen mehrere Parteien zusammen Auskunft geben: Für Alexander Maute kann es viele Formate der Zusammenarbeit geben. Er würde sich sehr darüber freuen, wenn es von der CDU, den Grünen, der FPD oder der Linken Signale in diese Richtung geben würde: „Letztlich schaffen wir das nur gemeinsam“ befindet der SPD-Politiker. Zunächst aber möchten die Genossen alleine damit beginnen. Auch ohne Landtags- und Bundestagsabgeordnete und rein aus dem Ehrenamt heraus werden SPD und Jusos künftig der Bevölkerung im Zollernalbkreis Politikangebote unterbreiten und sich als Gesprächspartner anbieten. „Wir sind schon ganz gut unterwegs. Wer unsere politische Arbeit der letzten Jahre verfolgt, der muss das anerkennen“, findet der SPD-Politiker. Und doch gelte es fortan, die eigenen Bemühungen zu intensivieren: „Dies sind wir all den Menschen schuldig, die Politik suchen und sie vor Ort nicht finden“.

 

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